07: Don’t panic! Die exegetische Hausarbeit

Eine Vorbemerkung:

Die nachfolgenden Hinweise zur exegetischen Hausarbeit richten sich in erster Linie an Studierende der WWU Münster


Ziel einer exegetischen Hausarbeit


In Ihrer Hausarbeit sollen Sie zeigen, dass Sie die im Online-Seminar vorgestellten Methoden-schritte an einem ntl Text anwenden können.

 

Hierfür haben Sie sich für einen der Texte aus dem von mir zur Verfügung gestellten Pool entschieden (oder sollten es nun alsbald tun, damit Sie grundsätzlich die Möglichkeit haben, die Arbeit im weiteren Verlauf des Seminars abzufassen).

 

Allerdings wird im Zusammenhang der Darstellung der jeweiligen Methodenschritte deutlich, dass sie (je nach Text) unterschiedlich gewichtet werden können und dass nicht jeder Analyseschritt für jeden Text einen angemessenen Ertrag liefert.

 

Daher ist es unerlässlich, dass Sie (ausgehend vom konkreten Einzeltext) eine Fragestellung formulieren - so ergibt sich in der Folge dann auch der konkrete methodische Zuschnitt Ihrer Hausarbeit

© Universal Press Syndicate. Original work by Bill Watterson. Originally published on 1992-05-21.

Wie Sie ausgehend von Ihrem Text zu einer angemessenen Fragestellung gelangen,
trainieren wir in unserer Zoom-Sitzung am 08.06.2021, ab 14.15 Uhr
(alle Daten finden Sie im Learnweb der WWU Münster).
 


Äußere Form und Formalia


Wie Sie Ihre Hausarbeit formal gestalten, liegt zum Großteil in Ihrem Ermessen – Sie wissen bereits aus Ihrer Einführungsveranstaltung „Schreiben in der Theologie“, wie eine Hausarbeit aufgebaut sein muss.

 

Als wertvolle Hilfestellung bezüglich Zielsetzung, Aufbau und Formalia einer wissenschaftlichen Hausarbeit haben die akademischen Mitarbeiter*innen der Katholisch-Theologischen Fakultät der WWU Münster einen Leitfaden für Studierende erstellt, den Sie im Learnweb eingestellt finden.
Somit haben Sie eine verlässliche Grundlage an der Hand.

Wenn Sie sich bei der Abfassung Ihrer Arbeit an diese Vorgaben halten, haben Sie die Sicherheit, dass Sie in formaler Hinsicht keine Fehler machen.

 

Bild: pixabay.com

 

Ich mache Ihnen keinerlei Vorgaben über Schriftart, Schriftgröße, Größe des Korrekturrand etc.
Ich lege Sie auch nicht auf eine Seitenzahl fest. Hierfür haben Sie Richtlinien in Ihren jeweiligen Prüfungsordnungen.

 

Sie sollten jedoch keine handschriftliche Arbeit einreichen, Ihre Hausarbeit paginieren (mit Seitenzahlen versehen), einen Korrekturrand auf der rechten Seite lassen und die Arbeit übersichtlich gestalten (Überschriften, Absätze – bitte nicht nach jedem Satz! –, Blocksatz).

 

Es existieren verschiedene Formate, um zitierte Literatur nachzuweisen. Grundlegend ist jedoch, dass die jeweilige Zitierform des Vollbeleges alle relevanten bibliographischen Angaben enthält und konsequent durchgeführt wird. Beispiele finden Sie im o. g. Leitfaden.

Auch die Bibliographien der jeweiligen Dozenten (unten finden Sie eine von mir erstelle Auswahl-bibliographie) zu den einzelnen Veranstaltungen dienen Ihnen als Orientierungshilfe.

 

Wichtig:
Es gibt kein allgemein verbindliches Zitierschema, achten Sie jedoch unbedingt auf 
E i n h e i t l i c h k e i t  beim Zitieren!

Bild: pixabay.com

Generell gilt: „Ästhetische Gesichtspunkte sollten nicht vernachlässigt werden. ‚Kleider machen Leute‘ – auch hier. Wenn jemand ein schludriges Outfit vorlegt, entsteht beim Korrektor – ob er will oder nicht – der Eindruck: Diese Person hat auch wissenschaftlich schludrig gearbeitet.“ [1]

 

[1] Wolfgang FENSKE: Arbeitsbuch zur Exegese des Neuen Testaments. Ein Proseminar, Gütersloh 1999, 198
(Hervorhebung im Original).

 

Gerade bei einer exegetischen Hausarbeit gibt es jedoch einige Besonderheiten,
die Sie hier nachlesen sollten.

Zitation von Bibelstellen

Biblische Zitatsnachweise werden nicht als Fußnoten, sondern in Klammern hinter das entsprechende Zitat gesetzt. Die Abkürzung der biblischen Bücher erfolgt nach den Loccumer Richtlinien (finden sich im Anhang der Einheitsübersetzung.). Diese Richtlinien sind verbindlich für alle Zitationen aus der Bibel (Stellenangaben sowie biblische Orts- und Personennamen) zu gebrauchen.

 

Bitte geben Sie keine Seitenzahl der jeweiligen Bibelausgabe an. Bibelstellen bestehen aus: Biblischen Schriften + Kapitel + Versen. Mehr nicht!

 

Beispiele:

Mk 1,12f.; 1 Kor 11,17–34; Mt 10,16.26.34, Mt 10,16-25; 12,1.7
[Zwischen Ordnungszahl und biblisches Buch ( z.B. 1 Kor, 2 Petr etc.) ist ein geschütztes
Leerzeichen zu setzen.]

 

Die genaue Angabe der benutzten Bibelausgabe ist nur im Literaturverzeichnis nachzuweisen.

Bild: pixabay.com

 

Bitte verzichten Sie grundsätzlich auf die Angaben mit ff. Schreiben sie niemals Joh 3,22ff, sondern ziehen Sie stets die genauer Verszahl vor: Joh 3,22-25; aber: Joh. 3,22f. (= V. 22 und 23) ist möglich.

Zitation vom Kommentaren

Kommentare werden nach dem Verfasser der Kommentare und nicht nach den Herausgebern
der Kommentarreihen zitiert. Kommentare sind keine Sammelbände! Geben Sie die Reihe an, in welcher der Kommentar erschienen ist, und nennen Sie (falls vorhanden) die Bandangabe.
Die Herausgeber der Kommentarreihen werden nicht genannt.

 

Beispiele:

Rudolf Pesch: Das Markusevangelium. Erster Teil. Einleitung und Kommentar zu Kap. 1,1–8,26
(HThK.NT 2.1), Freiburg i. Br. u. a. 31980.

Ludger Schenke: Das Markusevangelium. Literarische Eigenart – Text und Kommentierung,
Stuttgart 2005.

Griechische Schriftarten

Wie Sie stressfrei mit griechischen Zeichensätzen auf Ihren jeweiligen Endgeräten klarkommen, können Sie hier nachlesen.

Abgabe

Bild: pexels.com

Die Hausarbeit ist bis zum 15.12.2021 einzureichen. Zu einem späteren Zeitpunkt eingereichte Arbeiten werden nur dann angenommen, wenn Sie im Vorfeld aus nachvollziehbaren Gründen in persönlicher (!) Absprache mit mir eine Verlängerung vereinbart haben. Bitte rechnen Sie bei einer späteren Abgabe mit einer deutlich längeren Korrekturzeit, weil alle fristgerecht eingetroffenen Arbeiten zuerst korrigiert werden.

 

Für alle Fragen um die Hausarbeit, die sich bei Ihnen ergeben sollten, gilt das,
was immer gilt:
Kontaktieren Sie mich gerne in allen Fragen und etwaigen Problemen!

Auswahlbibliographie

Bibelausgaben

Die Bibel. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. Gesamtausgabe. Psalmen und Neues Testament. Ökumenischer Text, hrsg. i. A. der Bischöfe Deutschlands u. a., Stuttgart 2016. [EÜ]

Münchener Neues Testament. Studienübersetzung, hrsg. v. Josef Hainz/Martin Schmidl/Josef Sunckel, Düsseldorf 92010. [MNT]

Nestle-Aland. Novum Testamentum Graece, hrsg. v. Barbara u. Kurt Aland u. a., Stuttgart 282012. [NA]

weitere Bibelübersetzungen: Elberfelder Bibel, Luther Bibel, Züricher Bibel [Texte online hier einsehbar].

 

Biblische Sprachen und Hilfsmittel für die Übersetzung

Eduard Bornemann/Ernst Risch: Griechische Grammatik, Frankfurt a. M. 21978.

Gerd Lüdemann/ Frank Schleritt: Arbeitsübersetzung des Neuen Testaments (UTB 3163), Göttingen 2008.

Das Neue Testament. Interlinearausgabe Griechisch–Deutsch, übers. u. hrsg. v. Ernst Dietzfel-binger, Stuttgart 82008.

Walter Bauer: Griechisch–deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur, bearb. v. Barbara und Kurt Aland, Berlin / New York 61988.

Wilfried Haubeck/Heinrich v. Siebenthal: Neuer sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament, 2 Bde., Gießen 1994; 1997.

Ernst G. Hoffmann/Heinrich v. Siebenthal: Griechische Grammatik zum Neuen Testament,
Riehen 21990.

Rudolf Kassühlke: Kleines Wörterbuch zum Neuen Testament. Griechisch–deutsch,
Stuttgart 42005.

Erwin Preuschen: Griechisch–deutsches Taschenwörterbuch zum Neuen Testament,
Berlin/New York 82005.

Nikolaos Vakonakis: Einführung in das neutestamentliche Griechisch (Einführungen –Theo-logie- 5), Münster 2013.

 

Konkordanzen und Synopsen

Konkordanz zum Münchener Neuen Testament, hrsg. v. Josef Hainz/Martin Schmidl/Josef Sunckel, Düsseldorf 22013.

Synopse zum Münchener Neuen Testament, hrsg. v. Josef Hainz, Düsseldorf 32010.

Synopsis Quattudor Evangeliorum. Locis parallelis evangeliorum apocryphorum et patrum adhibitis, hrsg. v. Kurt Aland, Stuttgart 151996 (4. korr. Druck Stuttgart 2005).

 

Lexika / Handbücher

Anchor Bible Dictionary, hrsg. v. David N. Freedman/Astrid B. Beck, 6 Bde., New York/London 1992. [AncBD]

Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), hrsg. v. Michaela Bauks u. Klaus Koenen (AT) / Stefan Alkier (NT), Stuttgart 2010. (www.bibelwissenschaft.de/wibilex)

Exegetisches Wörterbuch zum Neuen Testament, hrsg. v. Horst Balz/Gerhard Schneider,
Stuttgart u. a. 32011 (bis 21992 in 3-bändig) [EWNT]

Handbuch Theologischer Grundbegriffe zum Alten und Neuen Testament, hrsg. v. Angelika Berlejung/Christian Frevel, Darmstadt 2006. [HGANT]

Münchener Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, hrsg. v. Josef Hainz / Alexander Sand, Düsseldorf 1997 (zweite Auflage ist angekündigt).

Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament. Neubearbeitete Ausgabe, hrsg. v. Lothar Coenen/Klaus Haacker, Wuppertal/Neukirchen-Vluyn 2010. (vorher 2 Bde.: 1997; 2000). [TBLNT]

Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, hrsg. v. Gerhard Kittel u. a., 10 Bde., Stuttgart 1933–1979. [ThWNT]

 

Einleitungen ins Neue Testament

Stefan Alkier: Neues Testament (utb 3404), Tübingen/Basel 2010.

Ingo Broer/Hans-Ulrich Weidemann: Einleitung in das Neue Testament. Studienausgabe, Würzburg 42016.

Martin Ebner/Stefan Schreiber (Hrsg.): Einleitung in das Neue Testament (KStTh 6), Stuttgart 32019.

Bernd Kollmann: Neues Testament kompakt, Stuttgart 2014. (enthält u. a. auch ein Kapitel zur Me-thodenlehre)

Karl-Wilhelm Niebuhr: Grundinformation Neues Testament. Eine bibelkundlich-theologische Einführung (UTB 2108), Göttingen 42011.

Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament und Theologie des Neuen Testaments (utb 4284), Göttingen 22018.

Ders.: Einführung in die neutestamentliche Exegese (utb 1253), Göttingen 82013.

 

Methodenlehren zur Exegese des Neuen Testaments / Methodendiskussion

Stefan Alkier/Ralph Brucker (Hrsg.): Exegese und Methodendiskussion (TANZ 23),
Tübingen/Basel 1998.

Klaus Berger: Exegese des Neuen Testaments. Neue Wege vom Text zur Auslegung (utb 658), Heidelberg 31991.

Walter Bühlmann/Karl Scherer: Sprachliche Stilfiguren der Bibel. Von Assonanz bis Zahlenspruch. Ein Nachschlagewerk (Monographien und Studienbücher), Gießen 21994.

Hans Conzelmann/Andreas Lindemann: Arbeisbuch zum Neuen Testament (utb 52), Tübingen 142004 [11975].

Martin Ebner/Bernhard Heininger: Exegese des Neuen Testaments. Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis (utb 2677), Paderborn 42018.

Wilhelm Egger/Peter Wick: Methodenlehre zum Neuen Testament. Biblische Texte selbstständig auslegen (Grundlagen Theologie), Freiburg i. Br. 62011.

Kurt Erlemann/Thomas Wagner: Leitfaden Exegese. Eine Einführung in die exegetischeb Methoden für das BA- und Lehramtsstudium (utb 4133), Tübingen 2013.

Wolfgang Fenske: Arbeitsbuch zur Exegese des Neuen Testaments. Ein Proseminar,
Gütersloh 1999.

Sönke Finnern/Jan Rüggemeier: Methoden der neutestamentlichen Exegese. Eine Einführung für Studium und Lehre (utb 4212), Tübingen 2016.

Markus Lau/Nils Neumann (Hrsg.): Das biblische Methodenseminar. Kreative Impulse für Lehrende (utb 4612), Göttingen 2017.

Martin Meiser u. a.: Proseminar II: Neues Testament–Kirchengeschichte, Stuttgart 2000.

Eckart Reinmuth/Klaus-Michael Bull: Proseminar Neues Testament. Texte lesen, fragen lernen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Jürgen Roloff: Neues Testament. (Neukirchener Arbeitsbücher), Neukirchen-Vluyn 71999.

Udo Schnelle: Einführung in die neutestamentliche Exegese (utb 1253), Göttingen 82013.

Thomas Sternberg (Hrsg.): Neue Formen der Schriftauslegung? (QD 140), Freiburg i. Br. u. a. 1992.

Thomas Söding: Wege der Schriftauslegung. Methodenbuch zum Neuen Testament. Unter Mitarbeit von Christian Münch, Freiburg i. Br. u. a. 1998.

Florian Wilk: Erzählstrukturen im Neuen Testament. Ein Leitfaden zu neutestamentlicher Textinterpretation (utb 4559), Tübingen 2016.

Oda Wischmeyer (Hrsg.): Herkunft und Zukunft der neutestamentlichen Wissenschaft (Neutesta-mentliche Entwürfe zur Theologie 6), Tübingen/Basel 2003.

Päpstliche Bibelkommision: Die Interpretation der Bibel in der Kirche (23.4.1993), hrsg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 115), Bonn 42004. [zum download unter www.dbk.de („Schriften“).]

Marius Reiser: Sprache und literarische Formen des Neuen Testaments (utb 2197),
Paderborn u. a. 2001.

 

Kommentarreihen

AncB - The Anchor Bible

EKK - Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament

HThK.NT - Herders Theologischer Kommentar zum Neuen Testament

KEK - Meyers kritisch-exegetischer Kommentar über das Neue Testament

ÖTK - Ökumenischer Taschenbuchkommentar zum Neuen Testament

RNT - Regensburger Neues Testament

 

Kommentarreihen

Bib - Biblica

BiKi - Bibel und Kirche

BN - Biblische Notizen

BZ - Biblische Zeitschrift

JSNT - Journal for the Study of the New Testament

NTS - New Testament Studies

RB - Revue Biblique

ThLZ / ThRv - Theologische Literaturzeitung / Theologische Revue (Rezensionen)

WUB - Welt und Umwelt der Bibel

ZNT - Zeitschrift für Neues Testament

ZNW - Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft


«   »